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19. August 2008

Tausende Zuschauer bei 10. ADAC Rallye Stuttgart Historic

Rollende Schmuckstücke machten in vielen Orten Station

Jubiläum bei der Tour durchs Ländle: Zum zehnten Mal ist am 17. und 18. Mai die bekannte ADAC Rallye Stuttgart Historic über die Bühne gegangen. Zwischenstation machten die Oldtimer diesmal unter anderem auf dem Lan-desgartenschaugelände in Bad Rappenau, in Schwaigern, Rottenburg und Horb. Mehrere tausend Zuschauer begrüßten die Teams schließlich am Sonntagnachmittag bei der Zieleinfahrt im Ehrenhof des Neuen Schlosses in Stuttgart.

Den Gleichmäßigkeitswettbewerb – hierbei müssen die Teams gewisse Strecken in einem vorgeschriebenen Schnitt (meist um 40 km/h) zurücklegen – gewann das Fürther Duo Hanns Werner Wirth/Andreas Kopp in einem Chevrolet Corvette, Baujahr 1958. Zweite wurden Klaus und Karin Steffens aus Hameln (BMW 3.0, Baujahr 1975) vor Wolfgang Smuda/Norbert Leh-mann (Idar-Oberstein) in einem Triumph Spitfire aus dem Jahr 1975. Wäh-rend also bei den Gleichmäßigkeitsfahrern keinem württembergischen Team der Sprung aufs Treppchen im Gesamtklassement gelang, gingen die ersten drei Plätze im touristischen Wettbewerb allesamt nach Schwaben. Harald Ostertag/Holger Schönemann (Welzheim) in einem BMW 2800 CS Coupé siegten vor Rudi Schühle/Siegbert Knoll (Herrenberg) und Thomas Wol-pert/Brigitte Wolpert (Sindelfingen). Im touristischen Wettbewerb müssen die Teilnehmer unterwegs Fragen zu Land und Leuten beantworten und weitere diverse Aufgaben lösen.

Das Wetter spielte bei der Jubiläumsrallye speziell am Samstag vorzüglich mit. Entgegen mancher Prognosen genossen die 83 Teams der ADAC Ral-lye Stuttgart Historic einen völlig niederschlagsfreien Tag. Entsprechend po-sitiv war von Beginn an die Stimmung im Starterfeld, das am frühen Sams-tagmorgen in der Stuttgarter Innenstadt zu einer rund 300 Kilometer langen Schleife ins Nordwürttembergische aufgebrochen war und gegen 12 Uhr mittags auf dem Gartenschaugelände in Bad Rappenau eintraf. „Eine tolle Idee, hier auf diesem schönen Gelände Station zu machen“, fand beispiels-weise der Untereisesheimer Michael Treuter, unterwegs im Team mit der Startnummer 5. Der fahrbare Untersatz: Ein Jaguar XK 150, Baujahr 1960. Nicht nur wegen dieses außergewöhnlichen Autos zückten zig Besucher ihre Fotos, denn es gab noch viele weitere Blickfänge. Satte 72 Jahre hat der BMW 315 Cabrio des Ehepaars Ekkehard und Ursula Lux aus Stuttgart auf dem Buckel. „Wir bewegen den Wagen nur bei besonderen Anlässen“, so die Besitzer, „eine solche Oldtimer-Rallye gehört dazu.“ Das grüne Gefährt fand ebenso das große Interesse der Besucher wie ein Opel Olympia aus dem Jahr 1948. „Mit solch einem Wagen bin ich Anfang der fünfziger Jahre selbst gefahren“, erklärte ein Gartenschaubesucher seinem staunenden Enkel. Ei-ne weiter Rarität: Ein Borgward, Baujahr 1950. Von diesem Fahrzeug sind nur noch weniger als ein Dutzend auf der Welt fahrbereit. Und auch zahlrei-che Fahrzeuge der Marken Mercedes, Porsche, Ford und Fiat rollten zu die-sem und weiteren Zwischenstopps in Schwaigern sowie am Sonntag in Rot-tenburg, Horb-Isenburg und schließlich auf dem Schlossplatz in Stuttgart ein. Beifall gab es reichlich für die Fahrer und Co-Piloten. Auch für den Beifahrer im Fahrzeug mit der Startnummer 37: Comedian Michael Gaedt („Die kleine Tierschau“). „Mir hat's gefallen“, bekannte der Künstler nach der 500 Kilome-ter-Tour durchs Land zufrieden.