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16. Mai 2010

Akkurate Zeitmessung und dabei ein Blick auf die Schmuckstücke

Genau geht es zu bei den Zeitprüfungen einer Oldtimer-Rallye, sogar sehr genau. Das liegt an der akkuraten Arbeit der Rennleitung und natürlich der Streckenposten. Einer davon wurde bei der 12. Rallye ADAC Württemberg Historic rund um Isny vom  ADAC-Ortsclub Ulm/Neu-Ulm besetzt. Die sechs Damen und Herren hatten an ihrem Rallye-Zwischenstopp im Bauernmuseum Illerbeuren alles im Griff.

Schön liegt es, das Bauernhofmuseum Illerbeuren, inmitten des eigentlichen Dorfes mit einem Ensemble schöner Gehöfte, die so typisch sind für das Allgäu: propre schöne Häuser mit schmuckem Holzbalkon. „Echt schön hier“, sagt Bernd Treßner vom ADAC-Ortsclub Ulm/Neu-Ulm, „das ist auch ohne Oldtimer-Rallye einen Ausflug wert“, fügt er hinzu. Klar, das Gebiet um Memmingen gehört für die Ulmer und Neu-Ulmer quasi zur Kategorie „vor der eigenen Haustür“. Bis hierhin ins Unterallgäu sind es von Zuhause aus nur rund 60 Kilometer. Und doch ist die Gegend so ganz anders, und die kleinen Sträßlein sind so wunderbar geeignet, um eine schöne Oldtimer-Veranstaltung durchzuführen. „Das merkt man den Teilnehmern schon an, dass es ihnen hier sehr gut gefällt“, sagt Treßner, „obwohl es meist schlechtes Wetter hat, haben die ihren Spaß und kommen an den Wertungspunkten immer gut gelaunt und fröhlich an.“

Treßner managt zusammen mit dem Ehepaar Heidi und Albert Warganz, Wolfgang Thiele, Leo Wiese und Ottmar Schanz den Zwischenstopp in Illerbeuren. Sieht alles einfach aus, ist es aber nicht. Zur akkuraten Zeitmessung im Wettbewerb „Gleichmäßigkeitsfahrt“ kommt dazu, dass auch die Logistik mit an- und abfahrenden Fahrzeugen reibungslos funktioniert. „Zufahrt- und Abfahrtsweg sind identisch, da muss man schon ein bisschen aufpassen, dass man nicht ein Fahrzeug vom Parkplatz runterlässt, wenn gerade eins vom Startpunkt aus herbraust“, sagt Heidi Warganz. Und alles funktioniert bestens.

„Es ist schön, die Old- und Youngtimer zu sehen“, sagt Bernd Treßner, „da kann man sich schon in den einen oder anderen vergucken.“ Schließlich darf auch ein Streckenposten einen Blick auf die Schmuckstücke riskieren. Der Rolls Royce Phantom, Baujahr 1933, mit der Startnummer 1 hat es ihm besonders angetan. „Da würde ich nicht mal selber fahren wollen“, sagt Treßner, „so ein Edelteil fährt man doch mit Chauffeur, oder?“ Dennoch findet Treßner bei der Historic, die in diesem Jahr auch zur ITR-Classic und vier weiteren Serien zählt, sehr angenehm, „dass hier die richtigen Oldtimer-Fans mitfahren, die alle einen eigenen Bezug zu ihren Fahrzeugen und diese nicht einfach nur gekauft haben.“

Beim Start auf dem Dorfplatz zählt Streckensprecher Hans-Joachim Ebertz aus Neuwied die Startzeit für den nächsten Teilnehmer herunter. Bei Null geht`s für diesen los. Viel erfahren die zahlreichen Zuschauer von Ebertz über die Geschichte der Autos. Auch die Ulmer und Neu-Ulmer Streckenposten hören gerne zu. Ehrenamtliche Arbeit soll ja schließlich auch in diesem Fall vor allem eins, nämlich Spaß machen.